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Die Phänomenkombination soll die vielfältige FOrmen und Übergänge von Ergebnissicherung und Erfolgskontrolle zeigen. Eine qualitative Auswertung und die Beobachtungsfragen sollen dazu dienen, das Phänomen differenzierter zu analysieren.

Inhalt des Films:Die vorliegende Phänomenkombination ist in zwei Hauptabschnitte gegliedert. Im ersten Hauptabschnitt werden zwei typische Formen der Ergebnissicherung und der Erfolgs­kontrolle gezeigt: die erste ist streng nach einem intersubjektiv überprüfbaren Lernziel ausge­richtet, bei der zweiten ist eine vergleichbare Überprüfbarkeit nicht gegeben. Da es sich beim zweiten Beispiel um Schüler:innen aus einer Sonderschule handelt, tritt bei der Ergebnissicherung die Übungsphase deutlich hervor. Im zweiten Hauptabschnitt werden weitere, für diese Phänomenkombination relevante Beispiele aus verschiedenen Unterrichtsdokumenten aneinandergereiht. Sie umfassen den großen Spiel­raum der Erfolgskontrolle (von strikt lernzielorientiert bis zur freien Erfolgskontrolle) und den Formenreichtum der Ergebnissicherung (wie Einprägen, Wiederholen, Üben, Formulieren von kurzen Merksätzen).Zur theoretischen Behandlung der Phänomene:Die Begriffe „Ergebnis“ und „Erfolg“ werden in der Literatur oft synonym gebraucht und vertauscht. Der Unterschied wird durch den zweiten Teil der Worte bestimmt: „Sicherung“ befasst sich mit dem educandus, bei ihm soll eine Wirkung nicht nur erzielt, sondern auch erhalten werden. So dient eigentlich schon die ganze Planung des Lernprozesses dem Ziel, eine möglichst lang andauernde Wirkung zu erreichen, im Idealfall, das „Ergebnis“ des pädagogischen Akts gegen alle später kommenden Einflüsse zu „sichern“. „Erfolgskontrolle“ dagegen wird vom Bestandteil „Kontrolle“ ausdiskutiert: Es geht um die Fest­stellung, die pragmatische Analyse, ob ein Erfolg eingetreten ist oder nicht. Die Intentionalität der „Ergebnissicherung“ fehlt also hier zugunsten einer zumindest vom Anspruch her rein deskriptiven Untersuchung auf Erfolg oder Misserfolg. Die "Kontrolle" kann also, ja sollte sogar Teil der „Siche­rung“ sein, hat aber primär die Aufgabe, Daten für eine gestellte Forschungsfrage zu liefern. Es geht also im wesentlichen um die Feststellung der Leistung der Schüler:innen. Hierher gehört die Diskussion über die Lernzielpräzisierung (zum Beispiel Mager, Rumpf und andere), die Taxono­ mien und die Tests der pädagogischen Praxis. Im Zusammenhang mit der Ergebnissicherung werden die Übungsgesetze (zum Beispiel Odenbach), die Ergebnisse der Arbeitsschulbewegung (zum Beispiel Kerschensteiner) und auch bildungstheoretische Überlegungen (zum Beispiel Wagenschein) besprochen. Mit diesen Ausführungen wird sicher nicht der ganze Deutungsgehalt der Begriffe „Ergebnis­sicherung“ und „Erfolgskontrolle“ abgedeckt, ebenso läßt sich die vollkommene Trennung der Begriffe wohl kaum durchhalten, da die Probleme der beiden Bereiche sich zum Teil über­schneiden. So werden etwa im Beiheft bei der Diskussion der Ergebnissicherung Phänomene angesprochen, die auch unter den Begriff der Erfolgskontrolle subsumiert werden können.Zur Verwendung der Phänomenkombination:Anhand eines Beispiels wird ein Analyseschema vorgeführt. Beobachtungsfragen sollen den Rezipienten / die Rezipientin aktivieren, die theoretisch beschriebenen Phänomene in den Unterrichtsausschnitten aufzufinden.Hinweis: Bei den Filmen handelt es sich um historische Aufnahmen, die in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gedreht wurden. Die technische Qualität der Aufzeichnungen kann deshalb nicht den heutigen Standards entsprechen. Wir bitten hierfür um Verständnis.

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